31.03.2021

Die zwei Zeugen (Teil 1)


Wer sind diese "zwei Zeugen" aus Offenbarung 11 tatsächlich? Viele Christen sind der Auffassung, daß es buchstäbliche Menschen sind. Mit dem Wort "Zeugen", verbindet man unweigerlich Menschen die etwas aussagen und so denken sie, daß die Offenbarung genau dies meint. Dem ist allerdings nicht so. Das Buch der Offenbarung ist durch und durch mit Sinnbildern durchwoben. Es ist ein Buch zum langsamen Studium und Überlegung. Was also ist tatsächlich mit diesem Ausdruck gemeint? Können es tatsächlich Menschen sein? Offenbarung 11:3 schildert den Auftrag an diese zwei Zeugen.

"Und ich will meinen zwei Zeugen geben, daß sie weissagen 1260 Tage, angetan mit Säcken."

Wenn nun diese 1260 Tage, tatsächliche 1260 Tage wären, also umgerechnet 3 1/2 buchstäbliche Jahre, dann wäre ja diese Ansicht, daß es tatsächliche Menschen sind noch zu vertreten. Doch, wie gesagt ist das sinnbildlich gemeint. Wenn in der Offenbarung, in der Prophezeiung von "Tagen" die Rede ist, dann sind dies buchstäbliche Jahre, also 1260 Jahre und genau diese Anzahl von Jahren dauerte die eisenharte Regentschaft des Papsttums, was wir das "dunkle Mittelalter" nennen, also von 538 n. Chr.bis 1798. In diesem Jahr ist der Papst entthront worden und die Regentschaft von 1260 Jahren des Papsttums ging damit zu Ende. Es gab bisher noch keinen einzigen Menschen der 1260 Jahre lang gelebt hat, auch nicht vor der Sintflut als die Menschen fast tausend Jahre alt geworden sind. Also muß es sich um etwas anderes handeln. Es muß eine andere Art von Zeugen sein, die da auftreten, die in "Säcken" gekleidet weissagen und die niedergestreckt werden.

Nun, warum wurde das "dunkle Mittelalter" so genannt? Und warum genau nur diese Zeitspanne von 1260 Jahren? Was war das "besondere" an dieser Zeit? Nun, "dunkel", ein anderes Wort dafür ist "finster", also Dunkelheit oder Finsternis. Was aber war dunkel? Was war finster? Das Wetter? Gab es keine Helligkeit, keine Sonne während dieser Zeit? Oh, das wäre kaum überlebensfähig gewesen. Die ganze Pflanzenwelt, ob eßbar oder nicht eßbar wäre kläglich zu Grunde gegangen und mit ihr alle Menschen und wenn das so gewesen wäre, wären wir heute nicht am Leben, also muß das etwas anderes bedeuten. Es bedeutet geistige und geistliche Finsternis. Das was so lebendig und voller Eifer und "Helligkeit" nach Jesu Himmelfahrt begann und sich überall ausbreitete, war das Wort Gottes in seiner Reinheit und Schönheit.

Doch dann kam die Zeit in der sich das Heidentum mit dem Christen um vermengte und allerlei ausgedachte heidnische Bräuchte und Glauben mit in den christlichen Glauben gemischt wurden. Nachdem dann das römische Reich zerfiel und im Jahr 538 die römisch-katholische Kirche, die mit ihren wenigen Bischöfen noch klein war und wenig Macht hatte, dann jedoch die vollständige Macht übernahm und auslebte und bis zum Jahr 1798 also insgesamt 1260 Jahre unumschränkt regierte, hat sie das Wort Gottes überall wo sie konnte gnadenlos unterdrückt und durch ihre eigenen Lehren ersetzt.

Sie nannten sich zwar "Kirche", aber sie lebten nicht das aus, was sie vorgaben zu sein. Sie taten genau das Gegenteil. Anstatt Gottes Wort in all seiner Klarheit hochzuhalten, sich selber dran zu halten und es zu verkünden haben sie es gnadenlos unterdrückt, den Menschen vorenthalten und lauter Fabeln und Märchen stattdessen gelehrt. Es ging ihnen ja keineswegs um die Verkündigung von Gottes reinem Wort, sondern einzig und allein um die Beherrschung der Menschen und Ausübung ihrer Macht, die stetig gewachsen ist. Das was den Menschen Licht und Erkenntnis bringen sollte wurde unterdrückt und verbannt und anstatt, daß sie geistlich wachsen und erhoben gewesen worden wären, sorgte diese "Kirche" dafür, daß sie geistlich verhungert sind. Sie bekamen das Wort Gottes nicht mehr in all seiner Reinheit gepredigt und wußten nicht einmal was darin enthalten war. Sei kannten es nicht. Sei kannten nur die heidnischen Fabeln und Lehren der Kirche, die sie absichtlich in diesen Zustand und in die geistige und geistliche Finsternis gebracht hat.

Indem sie den Menschen immer und immer wieder diese Irrlehren vorhielten und sie glauben machten, daß dies das Wort Gottes sein, sind sie immer mehr innerlich verkommen, vertrocknet und verhungert. Die Menschen hatten keinerlei Zugang zu den Schriften der Bibel und wer überhaupt in die Gelegenheit kam sie lesen zu können und es wagte dies zu tun und dabei erwischt worden ist, der mußte mit seinem Leben für diese "Dreistigkeit" bezahlen, sich auf diese Weise "Licht" zu verschaffen und die geistliche Finsternis zu durchbrechen und zu sehen was wirklich in dieser sogenannten "Kirche" vor sich ging und daß sie keineswegs dem Namen "Kirche" würdig waren, weil sie anstatt Gottes Wort zu verkünden, nur ihre eigenen Interessen und Begierden in den Vordergrund stellten und keineswegs das des Volkes.

Die Bibel und ihre tatsächlichen Lehren zu unterdrücken und unter Verschluß zu stellen war ihre Strategie um die Menschen gefügig und das glauben zu machen, was sie wollten, um sie dadurch beherrschen zu können. Das ist ihnen gelungen, bis sie ihr Maß an Gottlosigkeit voll gemacht hatten und ihrer Herrschaft nach den prophezeiten "1260 Tagen" (also Jahren), im Jahr 1798 ein Ende gesetzt worden ist.

Die "zwei Zeugen" also, die so schmählich behandelt worden sind, sind keine Menschen, sondern sie stehen sinnbildlich für Gottes Wort, das so lange unterdrückt worden ist. Die Bibel besteht aus zwei Abschnitten, also dem Alten und dem Neuen Testament. Diese "zwei Zeugen" stehen sinnbildlich für diese zwei Buchabschnitte, die gesamte Bibel besteht ja aus insgesamt 66 Büchern, aber sie ist aufgeteilt in das AT und das NT. Sie sind Gottes Zeugen und diese Zeugen wurden mundtot gemacht, indem Irrlehren verbreitet und sie verboten worden sind. Erst mit Martin Luther und anderen, die die Bibel noch während der Herrschaft des Papsttums, mit dem Risiko ihr Leben dafür zu verlieren, übersetzt haben, ist "Licht" in die "Finsternis" gekommen. Als dann 1798 die grausame, jahrelange Herrschaft des Papsttums zu Ende ging bekamen die Menschen die endgültige Gelegenheit frei und ohne Verfolgung die Bibel für sich selber zu studieren und zu verstehen was darin eigentlich wirklich steht.

Ausdrücke richtig verstehen


Typologie

Felsen, Stab und Wasser

Wider den Stachel löcken

Rad im Rad, Hesekiel 1:15-17




Typologie

Typologie (von altgriechisch τύπος týpos "Abbild, Vorbild") ist in der Auslegungstradition der Bibel die Inbezugsetzung einer Person oder eines Geschehens aus dem Alten Testament, des Typos, mit einer Person oder einem Ereignis aus dem Neuen Testament, dem Antitypos. Es geht dabei in erster Linie um "Verheißung" und "Erfüllung": Das, was im Alten Testament angekündigt wird, vollendet sich im Neuen Testament..

Quelle: Wikipedia





Felsen, Stab und Wasser


(Dies ist eine Erklärung, ein Auszug aus dem Vortrag von Stephen Bohr, (13) Der Herr ist unser Fels)    


Es gibt also drei Sinnbilder in diesem Abschnitt.

  • Das erste Sinnbild ist der Fels,

  • das zweite Sinnbild ist der Stab,

  • und das dritte Sinnbild ist das Wasser, das aus dem Felsen kommt.

Wenn wir nun jedes einzelne Sinnbild auslegen und sie dann zusammenfügen, können wir verstehen, was Gott durch diese besondere Begebenheit lehren wollte. Denkt daran, daß das Alte Testament von Jesus Zeugnis ablegt. Dieser Abschnitt muß etwas mit Jesus zu tun haben. Es ist nicht nur die Geschichte, in der Gott ihnen Wasser zu trinken gibt. Es steckt eine tiefere Bedeutung dahinter. Versuchen wir also, diese drei Sinnbilder zu entschlüsseln: den Felsen, den Stab und das Wasser.

Beginnen wir mit dem Felsen.

Was stellt der Felsen dar? Nun, wir wissen aus dem Neuen Testament, daß der Felsen Christus darstellt. Aber wir müssen nicht bis zum Neuen Testament warten, denn im Alten Testament wird der Herr als Fels bezeichnet. Sollte Israel die Lektion, die Gott ihnen erteilen wollte, schon im Alten Testament verstanden haben? Ja, natürlich! Beachtet 5. Mose 32:4, der "Fels" ist eine Person. Israel hätte die Bedeutung der Sinnbilder verstehen müssen. 

"Er ist ein Fels: Vollkommen ist Sein Tun; ja alle Seine Wege sind gerecht. Gott ist wahrhaftig ohne Falsch; gerecht und fromm ist Er."

Später in diesem Kapitel schreibt Mose: "Der Fels der anderen Völker ist nicht wie unser Fels, denn der Herr ist unser Fels." Mit ein wenig Stolz sagt er also: "Wir haben den größten Felsen. Die heidnischen Völker haben zwar ihren Felsen, aber der ist nicht wie unser Fels." Der Felsen steht also für den Herrn, er steht für Jesus. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, lesen wir 1. Korinther 10:1-4.

"Ich will aber nicht, meine Brüder,…"

Paulus erinnert sich an einige Erfahrungen in der Geschichte Israels.

"Ich will aber nicht, meine Brüder, daß Ihr außer acht lasset, daß unsere Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer hindurch gegangen sind. Sie wurden auch alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer, und sie haben alle dieselbe …"

Welche Art von Speise?

"… geistliche Speise gegessen …"

Später entdeckten wir, daß das Manna wen dargestellt hat? Wir haben das untersucht. Jesus, das ist richtig, als geistiges Ausmaß.

"… und alle denselben geistlichen Trank getrunken; …"

Es handelt sich also nicht nur um buchstäbliches Wasser, sondern das buchstäbliche Wasser hat eine tiefe geistliche Bedeutung. Und dann heißt es weiter:

"… denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus."

Wer ist also der Fels im Alten Testament? Wen stellte der Felsen dar? Der Felsen stellte Jesus Christus dar. Jetzt haben wir also unser erstes Sinnbild entschlüsselt. Der Fels in der Geschichte von 2. Mose 17 steht für Jesus Christus.

Aber jetzt müssen wir uns die Frage stellen: Wofür steht der Stab?

Der Stab steht für das Gericht. Jedes Mal, wenn Mose in Ägypten seinen Stab erhob, kam ein Gericht. Das Schlagen mit dem Stab bedeutet, daß Gottes Gericht auf etwas fällt.

Zum Beispiel finden wir im Buch 2. Mose, daß Mose seinen Stab nimmt und auf das Wasser des Flusses Nil schlägt und der Nil sich in Blut verwandelt. Es ist ein Gericht über den Nil. (2. Mose 7:19)

Er schlägt in den Staub und aus dem Staub kommen Läuse, eine Plage, eine Strafe für die Ägypter. (2. Mose 8:16)

Und dann schlägt Gott die Erstgeborenen in Ägypten. (2. Mose 12:12)

Und das Wort "schlagen" ist dasselbe Wort, das für das Schlagen des Felsens verwendet wird. Der Stab steht also für Gottes Gericht, und der Vorgang des Schlagens bedeutet, daß Gottes Gericht auf denjenigen fällt, der geschlagen wird. Was bedeutet das also? Schauen wir uns Jesaja 53:4 an, wo genau dasselbe Wort in diesem messianischen Kapitel verwendet wird. Dort heißt es:

"Doch wahrlich, unsere Krankheit trug Er, und unsere Schmerzen lud Er auf Sich; wir aber hielten Ihn …"

Für was?

"… für bestraft, …"

Es ist das gleiche hebräische Wort נָגַע[nâga‛], das für das Schlagen des Felsens verwendet wird. So heißt es hier,

"…wir aber hielten Ihn für bestraft, von…"

Von wem?

"…Gott geschlagen und geplagt;..."

Ihr könnt Euch also die Situation vorstellen.

Israel steht vor dem Felsen, Mose erhebt seinen Stab, sie kannten die Macht, die in diesem Stab lag, sie wußten, daß das Gericht von Gott kam, wenn der Stab erhoben wurde. Sie sagten: "Oh-oh, weil wir murrten, wird der Stab des Gerichts Gottes auf uns fallen." Aber anstatt, daß der Stab des Gerichts Gottes auf sie fiel, fiel er auf den Felsen und die Person, die auf dem Felsen stand. Versteht Ihr langsam die Sinnbilder? Auf wen fiel das Gericht Gottes? Es hätte auf uns fallen müssen, weil wir Sünder sind, aber anstatt auf uns zu fallen, fiel der Stab des Gerichts Gottes auf Jesus Christus. Könnt Ihr mir nun folgen, ja oder nein?

Jetzt müssen wir in die Deutung einsteigen, was das Wasser darstellt.

Was ist das Wasser, das aus dem Felsen hervorquillt? Wir brauchen nicht zu raten, denn Jesus hat es für uns gedeutet. Johannes 7:37-39 spricht von einem Ereignis, das am Laubhüttenfest stattfand, dem letzten Tag des Laubhüttenfestes, der auch "der große Tag des Festes" genannt wird. Und Jesus ist in Jerusalem anwesend. Dort heißt es:

"Aber am letzten, dem großen Tage des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme…"

Zu wem?

"… zu Mir und trinke!…"

Wer ist also der Fels? Jesus ist der Fels. Er sagt:

"…der komme zu Mir und trinke!…"

Und dann seht dies:

"…Wer an Mich glaubt…"

Das ist wichtig. Was bedeutet es, an Jesus zu glauben? Es bedeutet, Ihm zu vertrauen, richtig? An Ihn zu glauben, eine Person, die als Sünder zu Ihm kommt, Reue zeigt, die Sünde bekennt und auf die Verdienste Jesu vertraut. Das ist es, was es bedeutet, an Jesus zu glauben. So sagt Jesus:

"…Wer an Mich glaubt…"

Beachtet das Wort: "Wer", das ist jeder persönlich, nicht wahr?

"…Wer an Mich glaubt wie die Schrift sagt, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.…"

Aus wessen Herz wird Wasser fließen? Aus dem Herzen des Gläubigen. Woher kommt nun dieses Wasser? Nun, Jesus sagte: "Kommt und trinkt!" Und wenn Ihr trinkt, dann geht das Wasser hinein und dann geht das Wasser hinaus, es geht in Euer Herz und dann werdet Ihr zu einem Zufluß von Wasser für andere. Worauf bezog sich Jesus, als Er das sagte? Vers 39:

"… Das sagte Er aber von dem Geiste, den die empfangen sollten, welche an Ihn glaubten; denn der heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war."

Seht, Wann wurde Jesus verherrlicht? Zu Pfingsten.

Was stellt also das Wasser dar? Das Wasser steht für den Heiligen Geist. Wenn wir zu Jesus kommen und Ihm vertrauen, nimmt Jesus Sein Leben und Seinen Tod und setzt sie auf unser Konto. Er gibt uns Seinen Geist. Wir "trinken" sozusagen das "Wasser", und dann werden wir zu "Quellen des Wassers" für andere Menschen.



Wider den Stachel löcken 

Adolf Josef Storfer hat auf etymologischem Gebiet noch den Band «Im Dickicht der Sprache» (1937) veröffentlich. In seinen Betrachtungen erfahren wir zum Beispiel, woher die lutherische Wendung «wider den Stachel löcken» (Apostelgeschichte 9:5) kommt: Sie ist als «pros kentra laktizein» bzw. «contra stimulum calcitare» schon im klassischen Altertum bekannt.

Das mittelhochdeutsche Verb «löcken» bedeutet «springen» oder «mit den Füssen ausschlagen», wider den Stachel löcken also Zugtiere, vor allem Ochsen, die sich dagegen wehren, die Pflugschar zu ziehen. Diese ist mit einem Knüppel verbunden, an dessen einem Ende ein scharfes Eisen angebracht ist. An diesem verletzt sich das Tier, wenn es aufbegehrt. Im übertragenen Sinn heißt das nun: Wer wider den Stachel löckt, richtet nichts aus und schadet nur sich selber. Wenn Saulus sich gegen das Evangelium verhärtet, dann wehrt er sich vergeblich und zum eigenen Nachteil.

Quelle: Neue Züricher Zeitung vom 21.08.2011 (online)

https://www.nzz.ch/wider_den_stachel-1.11990110



 

Rad im Rad, Hesekiel 1:15-17  

"Als ich die Tiere so sah, siehe, da stand ein Rad auf der Erde bei den vier Tieren und war anzusehen wie vier Räder. Und die Räder waren wie Türkis und waren alle vier eins wie das andere, und sie waren anzusehen, als wäre ein Rad im andern. Wenn sie gehen wollten, konnten sie nach allen ihren vier Seiten gehen und sie mußten nicht herumlenken, wenn sie gingen."

Die Räder sind ein Sinnbild für unserer Weltgeschichte und obwohl vieles verworren erscheint ist doch alles im Ablauf in Harmonie. Die Engel führen und leiten die Geschichte.

Weiterführende Erklärung in "Die Befehlskette Gottes" (etwa in der Mitte des Vortrags)











Es sollen Stück für Stück noch mehr Erklärungen folgen

21.03.2021

Biblische Bedeutung der Formulierung "unter dem Gesetz"

 




Das Wort Gesetz (hebräisch: "torah" תּוֹרָה, ist ein weibliches Wort und hat die Bedeutung von "Ausrichtung, Anweisung, Gesetz, Vorschrift). Sie umfaßt den gesamten offenbarten Willen Gottes, nicht nur die Zehn Gebote. Der Ausdruck "das Gesetz und die Propheten" (Matthäus 7:12) weist auf eine Zweiteilung der alttestamentlichen Schriften hin. Bei den Juden war sogar eine Dreiteilung üblich, das Gesetz, die Propheten und die Psalmen.

"Er sprach aber zu ihnen: Das sind Meine Worte, die Ich zu Euch gesagt habe, als Ich noch bei Euch war, daß alles erfüllt werden müsse, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von Mir geschrieben steht." (Lukas 24:44) 

Keine biblische Wahrheit ist wichtiger als die, die sich mit dem Verhältnis von Gesetz und Evangelium befaßt und es ist zwingend notwendig, daß wir die volle Offenbarung Gottes zu diesem Thema kennen. 

Der nachdrückliche Widerstand gegen die Vorstellung, daß die Zehn Gebote irgendwelche weiteren Ansprüche an den Gläubigen haben, verlangt eine klare Antwort. Manche glauben, daß der Christ, wenn er verpflichtet ist, diese Gebote zu halten, deshalb "unter dem Gesetz" ist. Und da "unter dem Gesetz" das Kennzeichen von jemandem ist, der die Gnade Christi noch nicht angenommen und erfahren hat, dann leben solche bekennenden Christen entgegen dem Wort Gottes und sind "unter der Knechtschaft", schuldig des Pharisäertums oder der Gesetzlichkeit. Sie nehmen an, daß solche Schriftstellen wie Römer 6:14, Römer 7:1.4 und Galater 3:23-25 diese Einstellung zum Gesetz unterstützen. 

Ein sorgfältiges Verständnis der Worte, Begriffe und Argumente, die in diesen Abschnitten verwendet werden ist für eine richtige Auslegung unerläßlich. Im Griechischen ist das Wort für "unter" hypo. ὑπὸ *(1) Es trägt die Bedeutung von "in Unterordnung, unter der Herrschaft von, unter der Macht oder Kontrolle von, unter der Gerichtsbarkeit des Gesetzes."

"Denn so viele aus den Werken des Gesetzes sind, sind unter dem Fluch." (Galater 3:10).

Die Bedeutung hier ist, daß man dem Fluch unterworfen ist, ohne ihm zu entkommen. Paulus sagt in Römer 7:14,

"Ich aber bin fleischlich, verkauft unter die Sünde"

Das bedeutet, in der Sklaverei, unter der Herrschaft und Macht der Sünde. 


UNTER DEM GESETZ 

Römer 6:14 

"Denn die Sünde wird nicht herrschen über Euch, weil Ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade." 

Die Formulierung "unter dem Gesetz", wie es im Neuen Testament verwendet wird, hat nicht immer die gleiche Bedeutung. Es gibt zwei Hauptverwendungen des Begriffs. Die erste steht in Galater 3:23-25:

"Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister."

Diese Aussage im Galaterbrief kann nur im Licht des Zusammenhangs verstanden werden. Mehrere Punkte sollten im Auge behalten werden: 

Erstens:

Es gibt ein zeitliches Element, von dem gesagt wird, daß eine Zeit kommt, wenn man "nicht mehr unter dem Gesetz" ist. Dieser Zeitpunkt ist das Kommen von Christus in der Geschichte:

"bis der Same käme" (Galater 3:19);

"bevor der Glaube {das Evangelium in Christus} kam" (Vers 23);

das Verb steht im Aorist, *(2) was auf eine einzelne Handlung zu einem bestimmten Zeitpunkt hinweist:

"nachdem aber der Glaube gekommen ist." (Vers 25);

"unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater bestimmten Zeit. . . . Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott Seinen Sohn, geboren von einer Frau, und unter das Gesetz getan." (Galater 4:2-4). 

Aus diesen Schriftstellen geht eindeutig eine Veränderung im Verhältnis zum Gesetz mit der Ankunft von Christus hervor. Man kann den Zeitfaktor nicht abtun, indem man sagt, daß dies nur für die persönliche Erfahrung gilt. Dem Gebrauch des Wortes "Glaube" in diesen Versen geht im Griechischen der bestimmte Artikel voraus, was "der Glaube" bedeutet. Es kann sich also nicht auf die Qualität des Glaubens in der menschlichen Erfahrung beziehen, sondern auf "den Glauben" oder das Evangelium, das mit dem Kommen Christi vollständig offenbart wurde. 

Zweitens:

Der Umfang des Begriffs "unter dem Gesetz" in diesem Abschnitt bezieht sich insbesondere auf die Rechtsprechung des Gesetzes in der jüdischen Ordnung. Wenn die Schrift sagt, daß Christus "unter das Gesetz getan" wurde (Galater 4:4), bedeutet das, daß Er unter dem jüdischen System geboren wurde. In 1. Korinther 9:20+21 sagt Paulus, daß er, um allen Menschen, sowohl Juden als auch Heiden, alles zu werden, bereit ist, unter dem System oder der Gerichtsbarkeit der einen oder anderen zu arbeiten: 

1. Korinther 9:20 

"Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz, damit ich die unter dem Gesetz gewinne." 

Paulus hat jede vernünftige Vorschrift des jüdischen Systems befolgt, um sie zu gewinnen. Er tat dies auch, als er zum letzten Mal nach Jerusalem zurückkehrte. In dem Bemühen, die Forderungen einiger der jüdischen Brüder zu erfüllen, unterstützte er Gläubige, die ein Nasiräer-Gelübde abgelegt hatten, und ging mit ihnen in den Tempel, was ein Auslöser für seine Verhaftung und Inhaftierung war. Indem er dies tat, stellte er sich "unter das Gesetz" {d.h. unter die Gerichtsbarkeit}. Paulus konnte unmöglich "unter die Gesetzlichkeit" oder unter geistliche Knechtschaft meinen, denn das wäre eine Verleugnung seines eigentlichen Evangeliums. Im Einsatz für die Heiden sagt er: 

1. Korinther 9:21 

"…denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz."  

Paulus meint damit nicht, daß er nun so leben will, wie sie leben, im Sinne von Gesetzlosigkeit; aber er ist bereit, unter ihrem System und ihrer Rechtsprechung zu leben, um sie zu gewinnen. Missionare tun das, wenn sie in neuen Ländern und unter einer anderen Art von Kultur und Lebensweise leben müssen. 

Was bedeutet eigentlich "unter dem Gesetz", wie es in diesem Abschnitt verwendet wird? In Galater 3:24 schreibt Paulus:

"So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin."

Im Griechischen, bedeutet dies: "im Hinblick auf."

Der Text müßte also lauten: "Das Gesetz war unser Schulmeister im Hinblick auf das Kommen Christi."

Das gesamte Gesetz, einschließlich der moralischen und zeremoniellen Begriffe, die von Gott geoffenbart wurden, existierte im Hinblick auf das Kommen Christi zu diesem höchsten Zeitpunkt der Geschichte. Das Gesetz war von Gott dazu bestimmt, Israel und den Menschen überall vor Augen zu halten, daß der wahre Sinn und Zweck des Gesetzes in der vollständigen und endgültigen Offenbarung des Christus lag, als Er in diese Welt kam.

Bis dahin hatte das Gesetz die Funktion eines Schulmeisters oder Tutors. Mit dem Kommen Christi brauchten sie das Gesetz für diese historische Funktion nicht mehr. So waren sie vor dem Kreuz

"verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte." (Galater 3:23)

Vor dem Eintritt der Sünde hatte Adam direkten Zugang zu Gott, Gemeinschaft von Angesicht zu Angesicht. Mit dem Beginn der Sünde wurde dieser persönliche Zugang verändert. Die Sünde trennte ihn vom direkten Kontakt mit Gott. Von diesem Tag an bis zum Kreuz begegnete Gott dem Menschen nicht mehr wie zuvor. Anstelle der tatsächlichen sichtbaren Gegenwart offenbarte Gott Seinen Willen in Form von Gesetzen und Geboten. Der Mensch steht nun unter einer Gerichtsbarkeit des Gesetzes, einer Offenbarung des Willens Gottes in Geboten, Satzungen, sachlichen Anforderungen, die ihm gegenübergestellt werden. Das Gesetz war nicht die letzte Offenbarung Gottes an den sündigen Menschen, aber es wies auf diese letzte Offenbarung in Christus hin. Ohne dieses Kommen Christi hätte das Gesetz keine Bedeutung und keine rettende Botschaft von Gott. Von dieser Zeit bis zum Kommen Christi wird daher gesprochen als daß

"er steht unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit." (Galater 4:2).

Dies war ein Abschnitt eingeschränkter Kenntnis von Gott, von der Wahrheit, vom Wirken des Heiligen Geistes und von Gottes Antwort auf das Sündenproblem. Apostelgeschichte 17:30+31 

"Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet Er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil Er einen Tag festgesetzt hat, an dem Er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den Er dazu bestimmt hat und den Er für alle beglaubigte, indem Er Ihn aus den Toten auferweckt hat." 

Die eingeschränkte oder begrenzte Kenntnis von Gottes Erlösungswerk und Lösung des Sündenproblems wird dem neuen Bund in Christus gegenübergestellt. Hebräer 8:10+11 

"Sondern das ist der Bund, den Ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben; und Ich will ihr Gott sein, und sie sollen Mein Volk sein. Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn es werden Mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen." 

Johannes 17:3 

"Das ist aber das ewige Leben, daß sie Dich, den allein wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." 

Die Unterscheidung zwischen Altem und Neuem Testament ist nicht eine der Uneinigkeit oder des Gegensatzes, sondern eine der fortschreitenden Offenbarung auf die Fülle der Zeit hin, die durch das ganze Gesetz und die Propheten bezeugt wird, wenn der Sohn Gottes Fleisch werden und der Erlöser der Menschheit erscheinen würde.

Viertens:

Welchen Zweck verfolgte Gott mit "unter dem Gesetz" in diesem juristischen Sinne? Hauptsächlich zweierlei: Erstens, der Sünde den Charakter der Übertretung zu geben. (Galater 3:19) Das griechische Wort parabasis, παράβασις, "ein Abweichen, eine Übertretung", im Unterschied zu hamartia, ἁμαρτία, "eine Sünde, ein Versagen", bezeichnet Sünde als Übertretung gegen den geoffenbarten und bekannten Willen Gottes, gegen ein kodifiziertes Gesetz; *(3) daher ist alle Sünde gegen Gott, Sünde gegen Seinen persönlichen Willen, und nicht gegen irgendeinen menschlichen Maßstab. Das verstand der Psalmist, als er sagte:

"An Dir allein habe ich gesündigt." (Psalm 51:6) 

Zweitens gab das Gesetz der Sünde nicht nur den Charakter der Rebellion gegen einen persönlichen Gott, sondern zeigte auch, daß Vergebung allein von Gott kommt, und lehrte die Menschen die Notwendigkeit eines Erlösers, einen Erlöser zum richtigen Zeitpunkt zu suchen. Bis zum Kreuz stand das Menschengeschlecht rechtlich unter Verdammung; vom juristischen Standpunkt aus waren alle verloren, bis die Schuld der Sünde auf Golgatha beglichen wurde. Das Opfersystem wies auf diesen Moment hin. Die Opfer waren nicht die Antwort auf das Sündenproblem. Sie sühnen keine Sünde.

"Welche doch niemals Sünden wegnehmen können." (Hebräer 10:11)

Es ist sofort klar, daß der Tod eines Tieres vor einem Gericht niemals für die Tötung eines Menschen bezahlen oder die Sünde sühnen konnte. Gott hat nie beabsichtigt, daß das Blut von Tieren entweder den Preis für die Sünde zahlen oder den Menschen erlösen könnte. 

Als Gott das Gesetz gab, um Christus vorauszuschatten, hatte Er daher diesen historischen Moment im Sinn, in dem die Schuld der Sünde bezahlt (Kolosser 2:14+15) *(4) und die Erlösung des verlorenen Menschen tatsächlich vollendet werden würde. Das Sittengesetz machte ein Entkommen unmöglich, abgesehen von der Entschlußkraft und dem Handeln Gottes am Kreuz; das Sittengesetz ließ die Sünde als das erscheinen, was sie war, und stellte das ganze Geschlecht "unter die Sünde". (Galater 3:22) Die zeremoniellen Elemente der Tora, oder des Gesetzes, waren in Wirklichkeit das Evangelium im Alten Testament und ergänzten das Sittengesetz, da ohne sie der Fall des Menschen völlig hoffnungslos erschienen wäre. 

So machte das Gesetz das Kommen von Christus als Erlöser absolut notwendig. Es ist dieses Kommen, um das es Paulus in Galater 3 geht. Das Kreuz ist die Erlösung aller Menschen; die Sünder sind nicht mehr "unter dem Fluch". Sie sind rechtlich ein erlöstes Geschlecht (Galater 3:13). So wirkte das Gesetz als Erzieher mit Blick auf das Kommen Christi. Diese Funktion hört mit dem Kreuz auf. Das Gesetz fungiert nicht mehr als Erzieher im Hinblick auf Christus, was die Zeit betrifft, Christus ist gekommen. Christus hat unsere Sünden getragen. Christus hat uns erlöst. Das ist nicht länger eine Möglichkeit, eine Hoffnung, die verwirklicht werden soll. Es ist Wirklichkeit. Wir brauchen das Gesetz nicht, um auf eine zukünftige Zeit hinzuweisen, in der die Sünden gesühnt werden, in der der Preis für die Erlösung bezahlt wird. Nein, es ist bereits geschehen. 

Diese tatsächliche Leistung Christi ist das Zentrum der Hoffnungen aller Menschen. Darauf wies das jüdische System mit seiner Gesetzesoffenbarung hin. In ihrem Denken trennten die Juden Christus vom Gesetz. Sie legten einen "Schleier" über ihren Verstand, so daß sie Christus nicht sehen konnten (2. Korinther 3:14-18). *(5) Folglich machten sie das Gesetz zu einem Selbstzweck. Ihre Geschichte ist eine einzige lange Aufzeichnung der Gesetzlichkeit. Den Juden wurde ein kodifiziertes Gesetz gegeben, aber das machte sie nicht zu Gesetzeshütern. Sie lebten unter der Gerichtsbarkeit des Gesetzes, aber das machte sie an sich nicht pharisäerhaft. Ihr Versagen, Christus im Blick zu behalten, führte zur Verdrehung des Gesetzes. Das Gesetz, wie Gott es gab, war weder eine Verzerrung, noch war es gesetzmäßig. Das Gesetz war die väterliche Offenbarung des Willens Gottes, der mit dem Kommen Christi voll zur Geltung kommen sollte. 

DIE ZWEITE BEDEUTUNG 


Die zweite Verwendung von "unter dem Gesetz" legt besonderen Wert auf den versuchstechnischen Gesichtspunkt davon. In Römer 6 und 7 zeigt Paulus, daß der Christ weder unter der Herrschaft der Sünde noch unter der Herrschaft des Gesetzes lebt. In Römer 6 wird der Christ von der Herrschaft der Sünde befreit:

"So lasset nun die Sünde nicht herrschen. . . . Denn die Sünde soll keine Herrschaft über Euch haben; denn Ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade." (Verse 12-14)

Das Gesetz offenbart, wie real die Herrschaft der Sünde ist.

"Die Kraft der Sünde ist das Gesetz." (1. Korinther 15:56)

Der einzige Weg, dem zu entkommen, führt über den Tod.

"Wie sollen wir, die wir der Sünde tot sind, noch länger in ihr leben?" (Römer 6:2)

"Wer tot ist, ist von der Sünde befreit." (Vers 7)

Ein Leben "unter der Gnade" befreit den Gläubigen von der Herrschaft der Sünde. 

In Römer 7:1 finden wir, daß der Gläubige auch Freiheit von der Herrschaft des Gesetzes erlangen muß.

"Das Gesetz hat die Herrschaft über einen Menschen, solange er lebt."

Die Herrschaft des Gesetzes ist dasselbe wie "unter dem Gesetz"

Beim Durchlesen dieses Kapitels wird die verdammende Macht des Gesetzes über das "Fleisch", d.h. "die fleischliche Natur", deutlich. Paulus sieht außer in Christus keine Möglichkeit, dieser kontrollierenden, verurteilenden Macht des Gesetzes zu entkommen. Paulus erkennt die göttliche Funktion des Gesetzes, indem es die Sünde "überaus sündig" macht (Vers 13), und bekennt, daß das "Gesetz geistlich" ist. (Vers 14) Paulus schreit nach Befreiung von dieser Herrschaft. Die Befreiung kommt, als er ausruft:

"Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn." (Römer 7:25)

"So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist" (Römer 8:1)

Wie entkam Paulus der Herrschaft des Gesetzes, d.h. "unter dem Gesetz"? Er mußte der sündigen Natur sterben.

"Also seid auch Ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, damit Ihr einem anderen zu eigen seid, nämlich dem, der aus den Toten auferweckt worden ist, damit wir Gott Frucht bringen." (Römer 7:4).

Der Teil, der dem Gesetz oder der Herrschaft des Gesetzes stirbt, ist jedoch nicht der innere oder neue Mensch, sondern "das Fleisch", das in Römer 7:1-3 als der erste Ehemann oder der "alte Mensch" der Sünde beschrieben wird. Der Tod des ersten "Ehemanns" ist die einzige Möglichkeit, der Herrschaft der Sünde und der Herrschaft des Gesetzes zu entkommen. Diese fleischliche Natur will und kann nicht mit dem Gesetz Gottes übereinstimmen.

"Das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht." (Römer 8:7)

Das Gesetz verurteilt die Natur, die sich weigert, sich Ihm zu unterwerfen. Sie hat keine andere Wahl. Aber es gibt einen anderen Teil von Paulus, den neuen Menschen in Christus, der das Gesetz Gottes überhaupt nicht so empfindet. Im Gegenteil, Paulus sagt:

"Ich habe Lust am Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen." (Römer 7:22)

Das ist der neue Mensch in Christus, der Christ. Dieser neue Mensch ist im Einklang mit dem Gesetz Gottes, weil er aus Gott geboren ist.

Es ist also klar, daß die fleischliche Natur des Menschen keine andere Wahl hat, als unter die Herrschaft sowohl der Sünde als auch des Gesetzes zu kommen; daß, solange dieser fleischlichen Natur erlaubt wird, sich im Leben auszudrücken, dies ihre Erfahrung in Bezug auf das Gesetz Gottes sein wird. Der Christ muß lernen, "die Taten des Leibes abzutöten" (Römer 8:13). Er muß sich für eines von zwei Dingen entscheiden: Die Herrschaft des Gesetzes oder die Herrschaft Christi. Als Christ erkennt Paulus die Ernsthaftigkeit dieser Wahl, wenn er die Natur des Konflikts und die Möglichkeit, "unter dem Gesetz" oder "unter der Gnade" zu leben, zusammenfaßt.

"So diene ich nun selbst mit dem Geist dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde." (Römer 7:25)

Daß Paulus das Gesetz einschließlich der Zehn Gebote im Sinn hat, ist offensichtlich, denn er zitiert in Vers 7 aus dem zehnten Gebot; jenem Gebot, das den Sitz der Sünde in ihm aufdeckt. 

Es gibt nicht den geringsten Hinweis auf eine Veränderung des Gesetzes, seiner Wirkung und seines Anspruchs an den Einzelnen. Aber daß es irgendwo eine Veränderung gibt, kann niemand bezweifeln; diese Veränderung ist im Gläubigen. Der Gläubige stirbt mit Christus und erhebt sich, um mit Christus zu leben. Sicherlich gibt es eine Veränderung in der Beziehung des Gläubigen zum Gesetz. Worin besteht diese Veränderung? Mißachtet er jetzt das Gesetz? Verzichtet er nun darauf? Macht er das Gesetz ungültig? Unterstützt Paulus die Behauptung, daß das Gesetz Gottes für den Gläubigen nicht mehr bindend ist? Nein! Wo er sich bisher in "Feindschaft gegen das Gesetz Gottes" befand, unter dessen Macht und Verurteilung, befindet er sich jetzt in Einklang mit ihm. Und in diesem neuen Leben in Christus ruft er aus:

"Ich habe Wohlgefallen an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen." 

Paulus ist sehr nachdrücklich in der Aufrechterhaltung der Unbescholtenheit des Gesetzes Gottes. Jedes Mal, wenn es die geringste Möglichkeit gibt, daß seine Zuhörer zu dem Schluß kommen könnten, daß es irgendeine Veränderung im Gesetz gibt, ruft er aus:

"Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz." (Römer 3.31, Römer 7:7, Galater 3:21) 

Die Sorge von Paulus um das Gesetz Gottes läßt ihn nicht gegen das Gesetz aufbegehren, sondern gegen den Teil von ihm selbst - die alte sündige Natur. (Römer 7:24) Leider gibt es viele Christen, die gegen das Gesetz Gottes aufbegehren. Der Unterschied ist jedoch maßgeblich. Den einfachen Unterschied zwischen "Gesetz" als Offenbarung des Willens Gottes und "unter Gesetz" als die Lebenssituation des Menschen im Fleisch, wenn er unter dessen Herrschaft gebracht wird, nicht zu verstehen, ist überaus schwerwiegend. Es scheint unglaublich, daß jemand, der behauptet, ein ernsthafter Student der Bibel zu sein, sich einer solch groben Mißdeutung schuldig machen würde. Aber das Schlimmste ist, daß viele Menschen es glauben, weil es so in vielen Kirchen gelehrt wird.

DIE BEZIEHUNG DES GLÄUBIGEN ZUM GESETZ GOTTES 


Paulus macht in 1. Korinther 9:20+21 *(6) sehr deutlich, wie die Beziehung des Gläubigen zum Gesetz ist. Er sagt:

Er sei nicht ohne Gesetz vor Gott, sondern unter dem Gesetz vor Christus.

Die Formulierung "unter dem Gesetz" in diesem Abschnitt ist eine unglückliche Übersetzung. Im Griechischen verwendet Paulus nicht "hypo", ὑπὸ , sondern "ennomos", ἔννομος, was "im Gesetz" zu Christus bedeutet, "gesetzlich, dem (Gesetz) unterworfen".

An diesem Punkt sollten Christen zwischen dem Gesetz im christlichen Leben und der Erfahrung "unter dem Gesetz" unterscheiden. Zu schnell zu folgern, daß dem "unter dem Gesetz" zu entkommen, bedeutet, "frei vom Gesetz zu sein", dann heißt das, daß man die eigentliche Grundlage des Arguments des Apostels nicht versteht.

Die Bibel bestätigt, daß der Christ frei von "unter dem Gesetz" sein muß, denn er ist nicht mehr unter seiner Herrschaft, seiner Macht, der Verurteilung und des Gerichts. Sie stimmt mit Paulus überein - "im Gesetz zu Christus" zu sein.

Was Paulus hier sagt, ist, daß die Beziehung des Christen zum Gesetz Gottes vollständig von der eigenen Beziehung zu Christus abhängt. Wenn seine Beziehung zu Christus nicht richtig ist, dann ist auch seine Beziehung zum Gesetz nicht richtig. Ohne Christus, also ohne mit Christus vereinigt oder "verheiratet" zu sein, muß er "unter" die Herrschaft des Gesetzes kommen. Aber wenn er mit Christus vereinigt ist, ist die Beziehung nicht mehr eine der Herrschaft des Gesetzes, sondern "im Gesetz". *(7) Dies stellt das Gesetz an seinen rechtmäßigen Platz.

Christus kam, um "das Gesetz zu erhöhen und es zu ehren" (Jesaja 42:21). Er vergrößert es; Er ist kein Ersatz für das Gesetz. Daraus zu schließen, daß jemand, der "unter dem Gesetz" errettet wurde, das Gesetz Gottes nicht mehr braucht, bedeutet, eine Position einzunehmen, die dem Wort Gottes völlig widerspricht. Denn Paulus deklariert:

"Er ist nicht ohne Gesetz, sondern im Gesetz zu Christus."

"Im Gesetz" für Christus zu sein, bedeutet, ein Herz, einen Verstand und einen Willen zu haben, die nicht mehr im Widerspruch zum göttlichen Willen stehen, wie er in der ganzen Heiligen Schrift, einschließlich der zehn Gebote, offenbart ist. Es ist genau diese Feindschaft gegen die zehn Gebote, die verändert wird. Dieses "im Gesetz" zu Christus ist identisch mit der Behauptung von Paulus in Römer 7:22

"Ich habe Lust am Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen."

Paulus sagt, daß wir mit Christus, dem zweiten "Ehemann" (Vers 4), "verheiratet" sind, nicht um frei vom Gesetz zu sein, sondern um frei von seiner Herrschaft zu sein. Paulus kennt nur einen Weg, mit dem Gesetz Gottes in Einklang zu kommen, nämlich durch die Vereinigung mit Christus. Dann wird

"die Gerechtigkeit des Gesetzes in uns erfüllt, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln" (Römer 8:4)

Was die "im Gesetz-Beziehung" zu Christus bewirkt, ist, dem Christen eine Leidenschaft für Gerechtigkeit zu geben, eine Leidenschaft für den Gehorsam gegenüber Gottes offenbartem Willen sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, nicht aus dem Druck des Gesetzes heraus, sondern aus dieser neuen Beziehung zu Christus. (Römer 7:6) 

DAS VERHÄLTNIS VON LIEBE UND GESETZ 

Der tragischste und bedauernswerteste Versuch, die zehn Gebote abzuschaffen, ist jedoch die Trennung von Liebe und Gesetz. 

Das Neue Testament ist in diesem Punkt genau so eindeutig wie das Alte Testament. Es scheint, daß Menschen nur ein Gesetz wollen, "das Gesetz der Liebe". Sie wollen nichts in Form eines schriftlichen Kodex, wie er Mose gegeben wurde. Vom Standpunkt des Gehorsams aus gesehen sind die beiden großen Gebote nicht leichter zu halten als die zehn. Das Gesetz zu ändern, auf der Abschaffung eines kodifizierten Gesetzes, das Mose gegeben wurde, zu bestehen, hilft in keiner Weise. Ist es nur der Dekalog, die zehn Gebote, der ein Problem für die Erfahrung des Gläubigen darstellt? Der Dekalog, einschließlich des Gesetzes des Mose, kann nicht aus der Bibel herausgeschnitten und beiseite gestellt werden, während die Gebote der Liebe in Kraft bleiben. Entweder alles muß weg oder alles muß bleiben. 

Die Liebe ist zunächst ein Geschenk, die Gabe Gottes, nicht ein Gesetz. In Jesus Christus lernen wir, daß wir in der Gabe Seines Sohnes von Gott über alles geliebt werden. Es ist diese Liebe, die eine Einheit schafft, die Einheit allen Rechts. Es ist die Liebe, die Gottes Willen darlegt, ob er nun in den Zehn Geboten, in der Bergpredigt oder in einer der anderen Offenbarungen von Gottes Willen zum Ausdruck kommt. Jede ist eine Offenbarung von Gottes großem Herzen der Liebe. Was wir alle sehen müssen, ist, daß die Gesetze Gottes nicht willkürlich sind. Gott verlangt von uns Gehorsam gegenüber allen Seinen Geboten, nicht weil Er als höchstes Wesen im Universum Autorität ausüben will, sondern weil Gott selbst so ist. Jedes Gebot Gottes ist Ausdruck der Liebe zu Seinen Geschöpfen. Gott ändert sich nicht. Erst in der Erfahrung des Einsseins mit Gott haben alle Forderungen Gottes für Seine Geschöpfe Sinn und Kraft. 

Wir beseitigen oder heben das Gesetz nicht auf, um freie Menschen zu werden, um der Knechtschaft zu entkommen. Es ist das Zentrum unserer Hingabe, das zählt, die Herrschaft Christi, nicht die Herrschaft des Gesetzes.

"Wenn Ihr Mich liebt, so haltet Meine Gebote." (Johannes 14:15) 

Aus Liebe zu leben bedeutet, daß ein Mensch gerettet ist, nicht durch das richtige Glaubensbekenntnis im Alten oder Neuen Testament, nicht durch das richtige Gesetz, sondern gerettet, wenn sein Herz richtig ist, wenn er in die Liebesbeziehung zu Gott gekommen ist. Das ist der Test für alle wahre Religion. 

Was Christus, Mose und Paulus sagen, ist, daß Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes nicht der alten sündigen Natur befohlen werden kann und eine gehorsame Antwort erhält. Keine bewußte Entscheidung für irgendein Gesetz von Gott, auch nicht für die beiden großen Gebote, Gott von ganzem Herzen zu lieben und seinen Nächsten wie sich selber, {Lukas 10:27} kann von außen aufgezwungen werden. Das kommt allein dadurch, daß man ein neuer Mensch in Christus ist, der Geliebte des Herrn, die Braut Christi. 

 

DAS GESETZ GOTTES ODER DIE NORMEN DER MENSCHEN 


Die Auseinandersetzung besteht heute zwischen dem Gesetz Gottes und den Gesetzen der Menschen. Es gibt heute in der Welt, auch in anderen Religionen und anderen Kulturen, Systeme der Moral, die aus der eigenen Kultur herauswachsen und eine Form der Selbstfindung sind. Genauso verhält es sich mit den von Menschen aufgestellten religiösen Normen. Sie sind nicht die Gesetze Gottes, weil sie nicht durch Offenbarung in Seinem unfehlbaren Wort entstanden sind, sondern ganz und gar aus den Schöpfungen des eigenen Denkens und der Verkehrtheit des menschlichen Geistes und Herzens. Diese Systeme mögen vieles haben, was wünschenswert ist. Sie können der echten Offenbarung Gottes so nahe kommen, daß es schwer ist, sie zu unterscheiden, außer durch die Heilige Schrift. Sie zielen auf die Entwicklung des Menschen ab. Sie schlagen vor, den Menschen religiös zu machen. Platon und Aristoteles hatten ihre Systeme, ebenso Immanuel Kant und fast alle Philosophen. Aber sie brachten einfach eine humanistische Moral und Religion hervor mit dem Anspruch auf einen anderen Weg der Erlösung, als den der Bibel.

Das Gesetz Gottes ist ein offenbartes Gesetz; es ist nicht von Menschenhand gemacht. Es ist nicht das Produkt menschlicher Erkenntnisse und menschlichen Ringens um das Licht. Der Dekalog ist kein Produkt seiner Zeit, noch ist die Bergpredigt ein Produkt der lokalen Kultur der Zeit Christi. Das Gesetz Gottes, wo immer und wann immer es in der Bibel zu finden ist, ist niemals ein Satz von Sitten, der zu der moralischen Ordnung gehört, die diese bestimmte Gesellschaft entwickelt oder verändert hat, sei es durch die Zeit oder durch die Umstände. Gottes Gesetz ist das Gesetz Seines Reiches. 

Das Gesetz Gottes, wie auch das Evangelium, prüft alle menschlichen Gesetze und alle menschlichen Manipulationen Seiner Gesetze und alle menschlichen Systeme der Erlösung. Gottes Wille ist das Urteil über alle anderen Gesetze. Es gibt nichts Relatives an Gottes Gesetz. Das gilt für die gesamte Offenbarung Gottes in Seinem Wort. 

In dem Moment, in dem ein Mensch versucht, sein Leben der Wahrheit der Bibel unterzuordnen, um den Willen Gottes zu tun, stellt er fest, daß Gehorsam gegenüber Gott, unmöglich im Rahmen menschlichen Drucks, menschlicher Systeme, menschlicher Auslegungen und abstrakter Gesetze erfolgen kann. Er kann nur in einer Liebesbeziehung zu Christus getan werden, mit einem tiefen Gefühl, daß alle Sünde gegen Gott ist. Dieser liebende Gehorsam ist das Gegenteil von allem Druck der Gesellschaft, menschlicher Gesetze und Regierungen. In der freudigen Wiederherstellung der Annahme und Gemeinschaft mit Gott kommt der Gläubige in die frohe Freiheit der Kinder Gottes und in den dankbaren Gehorsam gegenüber Gottes offenbartem Willen in Seinem Wort. 

Ein solcher Maßstab der Rechtschaffenheit kann unmöglich verändert werden. Man kann nicht davon ausgehen, daß er sich mit den Zeiten ändert. Der Maßstab des Gesetzes Gottes verlangt, daß es im Rahmen der in Christus offenbarten Liebe Gottes gesehen, verstanden und angenommen wird. Das Gesetz Gottes kann nur im Rahmen einer tiefgreifenden, Christus-zentrierten Lebensweise befolgt werden. Die große Tragödie der christlichen Gemeinde und unserer Zeit liegt in zwei Extremen. Das erste ist das Ergebnis der Selbstzentriertheit des Menschen. Der Mensch ist dazu geboren, nur sich selbst zu lieben. Er macht das Sittengesetz Gottes zum Selbstzweck und nicht zum Ausdruck einer neuen Beziehung zu Gott. Indem er dies tut, macht er sich der Gesetzlichkeit schuldig. Das ist die Hauptsünde und das Versagen der Juden in ihrer ganzen Geschichte gewesen. Das ist die rationale Behandlung von Gottes Gesetz, wie es auf den natürlichen Menschen angewendet wird. Das andere Extrem ist, daß das Pendel ausschlägt und glaubt, daß der Dekalog keinen Anspruch mehr auf den Christen hat. Das Wort unseres Herrn ist genau auf den Punkt gebracht: 

"Vergeblich aber verehren sie Mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.« Denn Ihr verlaßt das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein, Waschungen von Krügen und Bechern; und viele andere ähnliche Dinge tut Ihr. Und Er sprach zu ihnen: Trefflich verwerft Ihr das Gebot Gottes, um eure Überlieferung festzuhalten. Denn Mose hat gesagt: »Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren!«, und: »Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben!« Ihr aber lehrt [so]: Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: »Korban«, das heißt zur Weihegabe ist bestimmt, was Dir von mir zugutekommen sollte!, dann gestattet Ihr ihm auch fortan nicht mehr, irgendetwas für seinen Vater oder seine Mutter zu tun; und so hebt Ihr mit Eurer Überlieferung, die Ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und viele ähnliche Dinge tut Ihr." (Markus 7:7-13).


Wem dienen wir?? Menschengeboten oder Gottes Geboten??



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*(1)

1. Korinther 9:20

"Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, auf daß ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz obschon ich nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die unter dem Gesetz gewinne."



*(2)

Der Aorist (altgriechisch ἀόριστος aóristos "unbestimmte ⟨Zeit⟩") ist in einigen indogermanischen sowie in einigen anderen Sprachen, wie beispielsweise im Georgischen, ein Tempus der Vergangenheit. ... Diese Aspektbedeutung des Aorists kann in einigen Formen die zeitliche verdrängen.


*(3)

Eine Kodifikation ist die systematische Zusammenfassung der Rechtssätze eines Rechtsgebiets in einem einheitlichen Gesetzeswerk. In diesem soll, grundsätzlich unter Ausschluß weiterer Rechtsquellen, das jeweilige Rechtsgebiet abschließend geregelt werden.

Quelle: Wikipedia


*(4)

Kolosser 2:14+15

"Dadurch, daß er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem Er sie (also die Schuldschrift) ans Kreuz heftete. Als Er so die Herrschaften und Gewalten auszog, stellte Er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben."


*(5)

2. Korinther 3:14-18

"Aber ihre Sinne wurden verhärtet; denn bis zum heutigen Tage bleibt dieselbe Decke beim Lesen des Alten Testamentes, so daß sie nicht entdecken, daß es in Christus aufhört; sondern bis zum heutigen Tage, so oft Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen. Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen. Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber spiegeln mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden umgewandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich von des Herrn Geist."


*(6)

1. Korinther 9:20+21

"Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, auf daß ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz obschon ich nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die unter dem Gesetz gewinne; denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz wiewohl ich nicht ohne göttliches Gesetz lebe, sondern in dem Gesetz Christi -, damit ich die gewinne, welche ohne Gesetz sind."


*(7)

Im englischen Text hat der Verfasser die Worte "in law" verwendet. Das brachte mich auf den Gedanken, .... (Fortsetzung)





Übersetzung - Alexander Janzen - Bearbeitung Manuela Sahm - März 2021 ©

Quelle: https://www.ministrymagazine.org/archive/1960/06/the-law-in-adventist-theology-and-christian-experience

Hat Saul den Herrn befragt oder hat er es nicht getan? 1. Samuel 28:6 "Und Saul befragte (šā'al) den Herrn; aber der Herr antwor...